http://www.luebben-stadtleben.de 26.06.2019 13:02 Uhr
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Mit rund 700 Einwohnern und einer Fläche von über 25 Quadratkilometern ist Lubolz der zweitgrößte Stadtteil von Lübben. Die erste urkundliche Erwähnung von Groß Lubolz stammt vom 20.02.1345 ( der Zusatz „Groß“ kam erst 1421 dazu), nachzulesen in der Luckauer Urkunde Nr.9, die in Potsdam archiviert ist.

Gross-Lubolz

Die erste urkundliche Erwähnung von Klein Lubolz ist von 1400 („Klein“ erst ab 1427), dokumentiert im Urkundenbuch Nr.1.

Klein-Lubolz

In Lubolz gibt es vieles doppelt. Diese Einmaligkeit rührt daher, dass früher Klein Lubolz zum Kreis Lübben und Groß Lubolz zum Kreis Luckau gehörte. Der so genannte Kabelgraben war die Grenze, die vor langer Zeit auch Klein Lubolz zu Preußen und Groß Lubolz zu Sachsen gehören ließ. So hat Klein Lubolz einen Friedhof in städtischer Verwaltung und in Groß Lubolz einen Kirchhof in kirchlicher Verwaltung. Es gibt auch zwei Denkmäler für die Opfer beider Weltkriege. Beide wurden mit Mitteln der Stadt Lübben restauriert und mit Hilfe privater Spenden durch einen Adler bzw. Gedenktafeln vervollständigt.

Ebenfalls restauriert wurde in jüngster Vergangenheit die 300 Jahre alte Dorfkirche. Sie entstand in den Jahren 1692 bis 1694 als Fachwerkbau. Der Grundriss des Kirchenschiffs ist rechteckig, an der Ostseite befindet sich eine dreiseitige Apsis. Über dem Westgiebel thront ein verbretterter, querrechteckiger Dachreiter. Bemerkenswert ist eine dort befindliche, auf das Jahr 1694 datierte, rundbogige Tür mit handgeschmiedetem Aufsatzschloss. Das Dach der Kirche ist als Satteldach ausgeführt und zum Chor hin abgewalmt.

 

 

 

 

 

 

 

Zum Mittelpunkt des dörflichen Lebens hat sich das 2007 eingeweihte Dorfgemeinschaftshaus entwickelt. Für rund 355 000 Euro entstand ein Gebäude, das als Domizil für die Feuerwehr, den Ortsbeirat, den Jugendklub und für Veranstaltungen der Dorfgemeinschaft dient. Überhaupt legen die Lubolzer großen Wert auf gemeinsame Erlebnisse. Das Osterfeuer, das Dorf - und Sportfest, der Oma-Opa-Tag und der Weihnachtsmarkt gehören dabei zu den jährlichen Höhepunkten.

 

Auch die Kinder und Jugendlichen der Förderschule für geistig und körperlich behinderte Kinder werden in das kulturelle Leben des Ortes einbezogen und haben einen festen Platz im Dorf- geschehen. So öffnet die Schule bei bestimmten Veranstaltungen ihre Türen für die Bürger. Ebenso tragen die Schüler durch ihre Kulturprogramme auf diversen Veranstaltungen zu deren Bereicherung bei. Besonders zeigt sich dies auch bei den „Zampertouren“ zur Faschingszeit. Dann sind die Kinder gern gesehene Gäste in den Häusern. Das Lubolzer Dorfbild prägen viele Neubauten als Lückenbebauung.

Das neu entstandene Wohnviertel ist eine Verbindung zwischen den beiden ehemaligen Orten und fügt sich somit harmonisch in die Landschaft ein. Nicht nur die lebendige dörfliche Atmosphäre betrachten Alt- und Neulubolzer als positiv. Auch das Vorhandensein des Naturkindergartens sowie die gute Verkehrsanbindung des Dorfes machen es als Wohnort attraktiv.

Bis zur Kreisstadt beträgt die Entfernung circa 4 Kilometer, bis zur Autobahn ist es genauso weit. Die Städte Berlin und Dresden sind per Autobahn in circa einer Stunde zu erreichen und die Bahnlinie Cottbus-Berlin mit dem Haltepunkt Lubolz ermöglicht es den Pendlern, im Stundentakt in beide Richtungen fahren zu können. Diverse Radwege, wie z.B. der Gurkenradweg, locken in der Freizeit zum erholsamen Erkunden der Region.

Es gibt auch einige Gewerbetreibende in Lubolz. Dazu gehören ein landwirtschaftliches Unternehmen, eine Biogasanlage, ein Umzugsunternehmen, ein Unternehmen, das landwirtschaftliche Anlagen baut sowie einen Gemüseanbauer und diverse weitere Selbstständige.