http://www.luebben-stadtleben.de 26.06.2019 13:01 Uhr
/de/stadtleben/stadtteile/steinkirchen/

Mit über 1400 Einwohnern ist Steinkirchen der zahlenmäßig größte Stadtteil von Lübben.
Doch trotz seiner Größe und unmittelbaren Nähe zur Stadt hat er sich seinen dörflichen Charakter bewahrt und grenzt an die idyllische Spreewaldlandschaft.

Pankratiuskirch SteinkirchenAm 1. April 1939 wurde Steinkirchen in die Stadt Lübben eingemeindet. Wie kein anderer Stadtteil verfügt Steinkirchen, das 1396 erstmals als Steynkirche erwähnt wird, über zahlreiche Sehenswürdigkeiten, zu denen die Pankratiuskirche gehört, die um 1240 südlich der Burg Lübben errichtet wurde und eine der ältesten Kirchen aus Stein der Niederlausitz ist. Der Bauweise aus Stein verdankt der Ort auch seinen Namen.

In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts wurde die Kirche um zwei Achsen nach Osten verlängert. Ihren Namen erhielt sie im Jahr 1500 bei der Weihung zur „ecclesia St. Pancratie“ – zu Ehren des 304 verstorbenen Märtyrers Pankratius. Eine Holzkopie der einstigen Pankratiusfigur steht im Altarraum der Kirche.

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist das Schlösschen Neuhaus, ein Herrenhausbau im klassizistischen Biedermeierstil. Hier lebte der 1778 geborene Christoph Ernst Freiherr von Houwald von 1821 bis zu seinem Tode 1845. Er gehörte zu den bedeutendsten Persönlichkeiten, die in Lübben wirkten, war Landesdeputierter der Niederlausitzer Stände und ein bekannter Dichter.

Ein Zeugnis längst vergangener Zeit ist auch der der 150 mal 140 Meter große Burgwall, der Burglehn. Die Burganlage ist wohl in der altslawischen Zeit (7.-9. Jahrhundert) errichtet worden. Seit 1887 befindet sich auf dem Burglehn eine Gaststätte.

Das Bild des Ortes wird jedoch nicht nur von historischen Bauwerken bestimmt. Auch die
„SCHULE AM NEUHAUS“, eine Schule mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Lernen“, die Jugendherberge mit 20 000 Übernachtungen im Jahr und dem Zertifikat „Familien-Jugendherberge“, der familien- und kinderfreundliche Spreewald-Campingplatz und natürlich die Freiwillige Feuerwehr prägen den Charakter des Stadtteils, ebenso wie Handwerk und Gewerbe.
So gibt es drei Autohäuser mit Werkstätten, eine Tankstelle, ein Solarparkanlage, auf der Strom für 650 Haushalte produziert wird, eine alt eingesessene Fleischerei und Bäckerei, mehrere große Einkaufszentren und die „FOUR SEASONS RANCH“, wo Pferdeliebhaber, ob jung oder alt, Anfänger oder Fortgeschrittene, bei einem Ausritt die Landschaft genießen und sich erholen können. Erholen kann man sich im Sommer auch in der Naturbadestelle, die ein wenig außerhalb der bebauten Ortschaft liegt.

Besonders liebevoll pflegen die Steinkirchener die Tradition des Zamperns. Akkurat getrennt nach „Wiesen“, „Bauern“ und „Jugend“ gehen die Dorfbewohner zu Beginn eines jeden Jahres von Haus zu Haus, um Eier und Speck sowie möglichst viel Geld für die Musik des jeweiligen Eierkuchenballs zu sammeln. Der fröhliche Marsch durch das Dorf wird von Musik, Tanz, vielen Scherzen und so manchen Gläschen Schnaps oder Likör bestimmt, er ist der kulturelle Höhepunkte des Dorflebens. Aber auch das Spintekränzchen, das Dorffest und das Osterfeuer gehören zu den kulturellen Höhepunkten im Ort.
Darüber hinaus gibt es acht Vereine, in denen sich rund 250 Einwohner von Steinkirchen aktiv betätigen.

Luftbild Steinkirchen